Statistik und Methoden |
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Faktorwerte
| [Factor Scores] Werte eines Falles (einer Person) auf einem Faktor. Alle Items werden hierfür entsprechend ihrer Ladung auf dem Faktor gewichtet. |
Fehler 1. Art
| [Type I Error] Auch Alpha-Fehler genannt. Verursacht durch ein Ablehnen der Nullhypothese, wenn diese wahr ist. |
Fehler 2. Art
| [Type II Error] Auch Beta-Fehler genannt. Verursacht durch ein Annehmen der Nullhypothese, wenn diese falsch ist. |
Freiheitsgrade
| [Degree of Freedom (df)] Die hypothetisch frei zu besetztenden Zellen/ frei wählbaren Datenwerte, bevor sich die übrigen durch festliegende Gesamtsummen zwingend ergeben. |
GANNT Charts
| Ablaufdiagramme, die die für gewisse Aufgaben nötige Zeit als Balken (y-Achse) auf Datumsachse (x-Achse) darstellen |
Gewichtung
| [Weighting] Verfahren, bei dem die Antworten einer Stichprobe nach bestimmten Regeln mit Zahlen (Gewichte) multipliziert (gewichtet) werden. Damit können unrepräsentierte Teile in der Stichprobe stärker in die folgenden Berechnungen eingehen. |
Grundgesamtheit
| [Population] Auch Population. Grundgesamtheit ist diejenige Menge von Individuen, Fällen, Ereignissen, auf die sich die Aussagen der Untersuchung beziehen sollen. Das beinhaltet alle potenziell untersuchbaren Elemente, die ein bestimmtes interessantes Merkmal oder eine Merkmalskombination aufweisen. Aus dieser Grundgesamtheit wird die Stichprobe gezogen. |
Häufigkeitsverteilung
| [Frequency Distribution] Die Anzahl der Werte die auf eine Kategorie entfallen. Zum Beispiel Häufigkeit einzelner Antworten auf eine bestimmte Frage. |
Induktive Statistik
| [Inferential Statistics] Auch Inferenzstatistik, analytische Statistik. Statistik mit Wahrscheinlichkeitsberechnungen: statt nur zu beschreiben, wird mit Wahrscheinlichkeiten von der Stichprobe auf die Population geschlossen. |
Inhaltsvalidität
| [Content Validity] Auch Kontentvalidität und Expertenvalidität genannt. Gültigkeitsannahme eines Verfahrens auf Grund logisch-inhaltlicher Plausibilität und Vollständigkeit. |
Inkrementelle Validität
| [Incremental Validity] Validität eines Verfahrens bei der Messung eines Konstruktes oder der Vorhersage von Kriterien, welche über die Validität anderer Verfahren hinausgeht. |
Interaktionseffekt
| [Interactive Effekt] Effekt auf die unabhängige Variable, den mehrere abhängige Variablen in Abhängikeit vor einander zeigen. (Z.B. zeigt sich nur ein Effekt, wenn beide AV hoch ausgeprägt sind) |
Interdependenzanalyse
| [Interdependence Analysis] Multivariate Analyse zur Bestimmung der Wechselwirkung von Variablen. |
Interne Validität
| [Internal Validity] Die Variation der abhängigen Variable(n) in einer Untersuchung kann tatsächlich auf die unabhängige Variable(n) zurückgeführt werden. Störvariablen sind ausgeschaltet oder kontrolliert. |
Intervallskala
| [Intervall Scale] Einheiten dieser Skalen haben eine Rangordnung mit gleichen Abständen aber keinen echten Nullpunkt. Der Nullpunkt ist willkürlich definiert (etwa Temperatur in Grad Celsius). |
Intervening variable
| Variable, die den Zusammen zwischen zwei anderen Variablen (z.B. UV und AV) vermittelt (vgl. Mediation) |
Kanonische Korrelationsanalyse
| Zusammenhangsanalyse für mehrere unabhängige und abhängige Variablen. |
Kardinalskala
| überbegriff für Intervall- und Verhältnisskalen. |
Klassifikationsvariablen
| [Classification Variables] Variablen, die für die Zuordnung von Fällen (z.B. Personen) zu Kategorien (z.B. gebundene Kunden) verwendet werden. |
Kommunalität
| [Commonality] Anteil der Varianz einer Variable, die durch alle Faktoren einer Faktorenlösung erklärt wird. |
Konfidenz-Intervall
| [Confidence Interval] Wertebereich, in dem der wahre Wert (einer Population) mit einer definierten Wahrscheinlichkeit (z.B. 95%) liegt. |
Konfundierung
| [Confounding] Situation, in der die Variation der abhängigen Variable in einer Untersuchung nicht auf die unabhängige zurückgeführt werden kann. Ursache ist der Zusammenhang dritter unkontrollierter Variablen mit der unabhängigen Variable. |
konkurrente Validität
| [Concurrent Validity] Form der Kriteriumsvalidität, bei der Prädiktor und Kriterium weitestgehend zeitgleich gemessen werden. |
Konstante
| [Constant] Ein Merkmal, das in nur einer Ausprägungen vorkommt. |
Konstanthalten
| [Constancy] Kontrolltechnik. Eine Variable wird künstlich bei allen Teilnehmern auf einen Wert gesetzt, damit ihr Einfluss auf eine Untersuchung verringert wird. |
Konstruktvalidität
| [Construct Validity] Güte der Messung eines Konstruktes durch ein Messinstrument. Relevante Determinanten sollten enthalten sein (Messung: konvergente Validität). Irrelevante Determinanten sollten fehlen (Messung: diskriminante Validität). |
Konstruktäquivalenz
| [Construct Equivalence] Ausmass der Übereinstimmung von Versuchleitern und Versuchsteilnehmern bei einem Konstrukt oder einem Begriff (z.B. könnten beide unter Zufriedenheit anderes verstehen). |
Kontingenzanalyse
| [Contingency Analysis] Mehrdimensionaler Chi-Quadrat-Test, der als Nullhypothese die Unabhängigkeit der Merkmale annimmt. |
Kontingenzkoeffizient
| [Contingency Coefficent] Durch Stichprobengröße korrierter Chi2 Wert der Kontigenzanalyse. Kann Werte zwischen 0 und 1 annehmen. |
Kontinuierliche Skala
| [Continuous Scale] Skala ohne Zwischenstufen, die eine Markierung an beliebiger Stelle erlaubt. |
Kontrolle
| [Control] Im Experiment: 1. Aufnahme einer nicht manipulierten Variable in eine Studie, um ihre Auswirkungen zu blockieren oder zumindest zu erheben. 2. Direkte Manipulation der unabhängigen Variable in einer Untersuchung. |
Kontrollfrage
| Frage, die überprüft, ob Untersuchungsteilnehmer konsistent antworten. |
konvergente Validität
| [Convergent Validity] Hohe Korrelation eines Messverfahrens mit anderen Verfahren, die das gleiche Konstrukt oder die gleiche Variable messen sollen. |
Korrelation
| [Correlation] Normierter Zusammenhang zweier oder mehrerer Variablen. Meist mit einem Koeffizienten zwischen -1 und +1 dargestellt. Verbreitete Koeffizienten sind: Pearsons r, Spearmans Rho, Eta und Cramers V. |
Korrelationskoeffizient
| [Correlation Coefficient] Wert, der den Grad des Zusammenhanges zwischen zwei oder mehr Variablen darstellt. |
Korrespondenzanalyse
| [Correspondance Analysis] Statistisches Verfahren mit der mehrdimensionale Häufigkeittabellen visualisiert werden können. (z.B. nominalskalierte Merkmale als Punkte im Raum). |
Kravitz & Martin, 1986
| Kravitz, D.A., & Martin, B. (1986). Ringelmann rediscovered: The original article. Journal of Personality and Social Psychology , 50(5), 936-941. |
Kreuztabelle
| [Cross-Tabulation] Tabelle, deren X- und Y-Achse unterschiedliche Variablen darstellen. Die Häufigkeiten der Werte werden in den entstehenden Zellen dargestellt. Die Verteilung der Häufigkeiten wird zudem oft mit einem Chi-Quadrat-Test gegen eine angenommene Verteilung getestet |
Kriteriumsvalidität
| [Criterion Validity] Zusammenhang eines Verfahrens mit relevanten anderen Variablen. Unterschieden werden die konkurrente Validität (zeitgleiche Messung) und die prognostische Validität (zeitversetzte Messung). |
Kriteriumsvariable
| [Criterion Variable] Variable, die vorhergesagt bzw. erklärt wird. |
Kurtosis
| [Kurtosis] Begriff zur Form einer Verteilung, der Steilheit (leptokurtische Verteilung) oder Flachheit (platykurtische Verteilung) des Gipfels betrifft. Die Normalverteilung ist mesokurtisch. |
Likert-Skala
| [Likert Scale] Quasi-Intervall-Skala auf der der Grad der Zustimmung oder Ablehnung zu einer Aussage auf mehreren Stufen angegeben wird. |
Lineare Regression
| [Linear Regression] Regression, bei der eine lineare Vorhersagefunktion (y=ax+b) verwendet wird. |
Listenweiser Fallausschluss
| [Listwise Deletion] Bei listenweisen Fallausschluss werden alle Fälle, in denen ein Wert fehlt (z.B. weil im Fragebogen eine Antwort nicht gegeben wurde), aus der gesamten Datenanalyse ausgeschlossen. Egal welcher Wert fehlt.
Paarweiser Fallausschluss würde die Fälle nur aus den Analysen ausschließen, in denen Werte verwendet werden, die fehlen. |
Längsschnitt-Studie
| [Longitudinal Study] Studie mit mehreren Messzeitpunkten bei den selben Elementen. |
Manipulation
| [Manipulation]
a) Willkürliche Veränderung der unabhängigen Variable(n) im Experiment.
b) Beeinflussung wenn: (1) Der Beeinflusste durchschaut die Technik nicht oder nur teilweise. (2) Der Beeinflussende übt das entsprechende Verhalten bewusst aus. (3) Der Beeinflussende versucht einen eigenen Vorteil zu erreichen. (4) Nachteile des Beeinflussten interessieren den Beeinflussenden nicht. |
Matching
| [Matching] Fälle werden verschiedenen Gruppen so zugeordnet, dass diese auf bestimmten Variablen (Matching-Variablen) gleich sind. Jeder Fall hat ein Pendant (matched pairs) in der anderen Gruppe (abhängige Gruppen). |
MDS
| Multidimensionale Skalierung ist eine Gruppe von Verfahren, die Entfernungsdaten von Elementen auf einer Struktur mit möglichst wenigen Dimensionen abbilden wollen. Meist werden zwei oder drei Dimensionen verwendet. Unterschieden werden die MMDS (metrische multidimensionale Skalierung) (z.B. Beurteilungen auf Likert Skalen) und die NMDS (nonmetrische multidimensionale Skalierung) (z.B. überlappung von Wortassoziationen). |
Median
| [Median] Auch Zentralwert. Mass der zentralen Tendenz, darf ab Ordinalskalennivau verwendet werden. Wert, bei dem die Hälfte aller anderen Werte einer Verteilung darüber, die andere Hälfte darunter liegt. Bei geraden Anzahlen von Werten in einer Verteilung ist er der Mittelwert der beiden zentralen Werte. |
Mediator
| [Mediator] In der Statistik: Variable, die den Zusammenhang zweier anderer Variablen vermittelt (vgl. intervening variable). |
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