Statistik und Methoden |
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Mediator-Effekt
| [Mediation Effect] Variablen hängen über eine dritte Variable (Mediator bzw. mediierende Variable) als Zwischenglied zusammen. |
Messfehler
| [Measurement Error] Begriff der klassischen Messtheorie, der den Unterschied eines Messergebnisses vom wahren Wert beschreibt. |
Messniveau
| [Scale Level] Auch Skalenniveau. Eigenschaft der Werte einer Skala. |
Messwiederholung
| [Repeated Measures] Untersuchungsdesign mit mehreren Messungen. |
Mittelwert
| [Mean] Siehe arithmetisches Mittel. |
Moderator-Effekt
| Der Zusammenhang mehrerer Variablen hängt von den Ausprägungen einer dritten Variable (Moderator) ab. |
Modification Indices
| Werte in Strukturgleichungssoftwares, die Hinweise über verbesserte Passung zu empirischen Daten bei möglichen Modellveränderungen geben. |
Modus
| [Mode] Wert einer Verteilung, der am häufigsten auftritt. Gültig für alle Datenniveaus. |
Moving Average
| Maß der zentralen Tendenz bei Längsschnittstudien, bei dem jeweils nur die letzten n Datenpunkte zur Berechnung herangezogen werden. |
Multifaktorielles Design
| [Multifactorial Design] Untersuchung bei der mehrere unabhängige Variablen in ihrer Interaktion betrachtet werden (etwa bei einer Varianzanalyse). |
Multiple Regression
| [Mutiple Regression] Regression, bei der mehrere abhängige Variable zur Vorhersage der unabhängigen Variablen herangezogen werden. |
Multivariate Statistik
| [Multivariate Analysis] Statistik, die Zusammenhänge von mehreren Variablen betrachtet. |
Nominalskala
| [Nominal Scale] Einheiten dieser Skalen sind unterschiedlich haben aber keine Rangordnung. Sie sind lediglich Klassen (Bsp. Frauen und Männer). |
Nonparametrische Verfahren
| [Nonparametric Procedures] Verfahren, die nicht mit metrischen Kennwerten arbeiten. Sie stellen als Voraussetzungen nur die Nominal- oder Ordinalskaliertheit der Merkmale. Beispiele: Spearman Korrelation, Kruskal-Wallis Test, Mann-Whitney Test, Wilcoxon Test oder Chi-Quadrat Test. |
Normalverteilung
| [Normal Distribution] Symmetrische, glockenförmige, eingipflige Verteilung, die sich asymptotisch an beiden Seiten der X-Achse nähert und ca. 68% der Fläche zwischen den beiden Wendepunkten hat. |
Nullhypothese (H0)
| [Null Hypothesis] Hypothese, die behauptet, dass die zur statistischen Hypothese (Alternativhypothese) komplementäre Aussage richtig sei. |
Objektivität
| [Objectivity] Unabhängigkeit der Ergebnisse einer Messung oder eines Verfahrens von Personen. Unterschieden wird Durchführungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivität. |
Oblique Rotation
| [Oblique Rotation] Rotationsverfahren der Faktorenanalyse bei dem die Faktoren der resultierenden Lösung untereinander korrelieren können |
Operationalisierung
| [Operational Definition] Messvorschrift, wie eine bestimmte Variable empirisch erhoben werden soll (operationale Definition). |
Ordinalskala
| [Ordinal Scale] Auch Rangskalen oder Raumskalen genannt. Einheiten dieser Skalen haben eine Rangordnung aber keine gleichen Abstände (Bsp. Medaillen bei den Olympischen Spielen). |
Orthogonale Rotation
| [Orthogonal Rotation] Rotationsverfahren der Faktorenanalyse bei dem die Faktoren der resultierenden Lösung nicht untereinander korrelieren können |
Paarweiser Fallausschluss
| [Pairwise Deletion] Beim paarweisen Fallausschluss werden anders als beim listenweisen Fallausschluss nicht einfach Fälle mit irgendwo fehlenden Werten aus der Analyse ausgeklammert, sondern nur die Fälle, in denen die jeweils für die Analyse relevanten fehlenden Werten nicht verwendet. |
Parameter
| [Parameter] 1. Wert in der Population. 2. Zahl, die innerhalb eines Model konstant ist, über verschiedene Modelle jedoch variiert wird. |
Parametrische Verfahren
| [Parametric Procedures] Statistische Verfahren, die mit Kennwerten auf metrischen Niveau arbeiten (z.B. Mittelwert, Varianz). Sie stellen Vorraussetzungen an das Skaleniveau der Merkmale (mindestens Intervall) und an die Verteilung der Werte in der Population (Normalverteilung, Varianzhomogenität). Beispiele sind: Pearson Korrelation, Varianzanalyse, T-Test |
Partialkorrelation
| [Partial Correlation Coefficient] Auch Korrelation höherer Ordnung. Zusammenhang zwischen Variablen, aus dem die Zusammenhänge mit anderen Variablen herausgerechnet (auspartialisiert) wurden. |
Placebo-Effekt
| [Placebo Effect] Ein positiver (Teil-)Effekt, der dadurch zustandekommt, dass die Versuchsperson weiss oder suggeriert bekommt, dass ein Treatment stattfindet. Der Anteil des Placebo Effekts an dem Gesamteffekt lässt sich durch eine Placebo-kontrollierte Doppelblind Studie erschliessen |
Placebo-kontrollierte Studie
| [Placebo-Controlled Study] Untersuchung, bei der ein Treatment gegen eine möglichst gute Imitation des Treatments ohne die wirksame Komponente getestet wird. Sollte sinnvollerweise als Blindstudie durchgeführt werden. |
Power
| [Power] Wahrscheinlichkeit für ein signifikantes Ergebnis eines Verfahrens, wenn die Alternativhypothese wahr ist bzw. tatsächlich ein Effekt besteht. Neben der Effektstärke und Signifikanz eines der wichtigsten Beurteilungskriterien für die Bedeutung eines Ergebnisses. Einflussgrössen auf die Power sind: 1. Grösse der Stichprobe 2. Effektstärke 3. Signifikanzniveau 4. einseitige oder zweiseitige Hypothese 5. Art des Tests 6. abhängige oder unabhängige Gruppen |
Prinzip der Einfachheit
| [Principle of Parsimony] Gedanke, dass Erklärungen so lange möglichst simpel sein sollten, bis diese nicht mehr ausreichend sind. |
Prognostische Validität
| [Predictive Validity] Auch Vorhersagevalidität, prädiktive Validität. Form der Kriteriumsvalidität, bei der das Kriterium nach dem Prädiktor gemessen wird. |
Promax Rotation
| [Promax Rotation] Obliges Rotationsverfahren der Faktorenanalyse. Hier wird die Anfangslösung von Faktoren so gedreht, dass möglichst eine Einfachstruktur entsteht. Dabei können die Faktoren der resultierenden Lösung untereinander korrelieren. (Abgrenzung zu Varimax Rotation, die keine korrelierten Faktoren zulässt) |
Prädiktor
| [Predictor Variable] Variable, die zur Vorhersage einer anderen dient. |
Quasi-Experiment
| [Quasi-Experimental Design] Untersuchung, die von den Bedingungen eines Experimentes abweicht. Etwa indem Störvariablen wenig kontrolliert werden, die Untersuchung schwer wiederholbar ist oder bei der keine volle Kontrolle über die unabhängige Variable(n) besteht. |
Random assignment
| Kontrolltechnik. Jedes Element (Person) hat die gleiche Wahrscheinlichkeit einer Gruppe zugeordnet zu werden. |
Rangordnung
| [Ranking] Anordnung mehrerer Elemente in eine Reihenfolge (z.B. nach Präferenz). Wird z.B. beim Vergleich verschiedener Verpackungsalternativen eingesetzt. |
Regression
| [Regression Analysis] Vorhersage einer Variablen durch eine oder mehrere andere Variablen über eine Vorhersagefunktion. |
Relative Häufigkeit
| [Relative Frequency] Anteil des Auftretens eines Merkmals in einer Stichprobe an der Gesamtheit (Anteil der Frauen in einer Stichprobe). |
Reliabilität
| [Reliability] Genauigkeit einer Messung oder eines Verfahrens. Unterscheiden werden Verfahren der internen Konsistenz (übereinstimmung mehrerer Items oder Beurteiler), der übereinstimmung von mehreren Messungen bei verschiedenen Personengruppen (Paralleltest) oder zu verschiedenen Zeitpunkten (Retest). |
Residuen
| [Residuals] Unterschiede zwischen wahren und vorhergesagten Werten. |
Robustheit
| [Robustness] Unempfindlichkeit eines statistischen Verfahrens gegen Verletzungen seiner Voraussetzungen. |
Saturiertes Model
| [Saturated Model] Strukturgleichungsmodel, das mit Null Freiheitsgraden gerade noch mathematisch lösbar ist. |
Scatter Diagramm
| [Scatter Diagram] Zweidimensionale Darstellung zweier Variablen mit Datenpunkten. |
Schiefe
| [Scewness] Asymmetrie einer Verteilung. Verteilungen können positiv oder negativ schief sein. |
Scree Plot
| [Scree Plot] Darstellung des Eigenwertverlauf der unrotierten Faktorenlösung in der Faktorenanalyse. Die Suche nach einem Knick in diesem Verlauf wird z.T. als Methode zur Bestimmung der Faktorzahl verwendet. |
SEM
| Acronym für Structural Equation Modeling. Erstellen von Strukturgleichungsmodellen. |
Sensitivität
| Gütekriterium eines Verfahrens aus der Anwendung, das die Fähigkeit beschreibt, zwischen verschiedenen Ausprägungen einer Variable zu unterscheiden. Dem entspricht das wissenschaftliche Gütekriterium Reliabilität bei Instrumenten. Bei Verfahren entspricht dem die Power. |
Signifikanz
| [Significance] Eigenschaft eines Kennwertes (z.B. Mittelwertsunterschied): fällt dieser unter das Signifikanzniveau wird die Abweichung vom Erwartungswert der Nullhypothese als nicht mehr zufällig, also signifikant betrachtet. Die einzige Alternative dazu ist nicht-signifikant (Ausdrücke wie hochsignifikant sind daher irreführend) |
Signifikanzniveau
| [Significance level] Auch Irrtumswahrscheinlichkeit. Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses unter Annahme der Nullhypothese, ab der die Nullhypothese verworfen wird (meist per Konvention festgelegt bei 5%, teilweise auch 10%, 1% oder 0,1%). |
Skalierung
| [Scaling] 1. Verfahren zur Herstellung einer Skala. Einzelnen Merkmalsausprägungen werden Zahlen zugeordnet. 2. Das Skalenniveau. |
Spannweite
| [Range] Auch Variationsweite oder Streubreite. Differenz des kleinsten und grössten Wertes einer Verteilung. Kann ab Ordinalskalenniveau berechnet werden. |
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