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Statistik und Methoden

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Begriff Definition
Standardabweichung
[Standard Deviation] Streuungsmass ab Intervallskalenniveau. Die Quadratwurzel aus der Varianz. Bei +/- einer Standardabweichung liegen die Wendepunkte der Normalverteilung.
Standardfehler
[Standard Error (SE)] Mass für die Genauigkeit der Schätzung von Populationsparametern aus Stichprobenkennwerten, meistens aus Mittelwerten. Deshalb gebräucliche Kurzform für Standardfehler des Mittelwerts.
Standardfehler des Mittelwertes
[Standard Error of the Mean (SEM)] Mass für die Genauigkeit der Schätzung des Populationsmittelwertes durch den Stichprobenmittelwert. Entspricht der Standardabweichung der Verteilung unendlich vieler Stichproben der gleichen Grösse.
Standardnormalverteilung
[Standard Normal Distribution (SND)] Standardisierte Normalverteilung mit einem Mittelwert von 0 und einer Standardabweichung von 1.
Standardschätzfehler
[Standard Error of Estimate] Standardabweichung der Prüfverteilung der Regressionsgewichte.
Stetige Variable
[Continuous Variable] Variable, die in einem Intervall beliebige Werte annehmen kann. z.B. alle reellen Zahlen zwischen 1 und 5. Abzugrenzen ist die Diskrete Variable.
Stichprobenkennwerte-Verteilung
[Sampling Distribution] Verteilung der Kennwerte (meist Mittelwerte) vieler Stichproben aus einer Population.
Strukturbruch
Plötzliche Abweichung von linearen Parametern in empirischen Datenstrukturen.
Strukturmodell
Teil eines Strukturgleichungsmodells, der die Beziehungen zwischen den latenten Variablen beschreibt.
Störvariable
[Confounding Variable] Variable, die sich zusätzlich zu den unabhängigen Variablen auf die abhängigen Variablen in einer Untersuchung auswirkt. Extraneous Variable: Variable, die Varianz zwischen Gruppen beeinflusst. Nuisance Variable: Variable, die Varianz innerhalb von Gruppen beeinflusst.
Unabhängige Gruppen
[Independent Groups] Gruppen, die durch Zufall (oder quasi-zufällig) gebildet wurden und deren Fälle daher keine Beziehung zwischen den Gruppen haben.
Unabhängige Variable (UV)
[Independend Variable (IV)] Auch Faktor. Variable, bei der untersucht wird, ob sie eine andere Variable (abhängige Variable) beeinflusst.
Unabhängigkeit
[Independence] Die Kenntnis einer Variablen erlaubt bei Unabhängigkeit keine Schlüsse auf eine andere Variable.
Univariate Statistik
[Univariate Analysis] Eigenschaften nur einer Variable werden betrachtet.
Validität
[Validity] Auch Gültigkeit. Gütekriterium, das angibt, ob tatsächlich gemessen wird, was gemessen werden soll. Unterschieden werden Kriteriums-Validität, Konstruktvalidität, Augenscheins-Validität, konvergente, diskriminate, interne, externe, prädiktive, konkurrente und inkrementelle Validität.
Variable
[Variable] Ein Merkmal, das in mindestens zwei Ausprägungen vorkommt. Stetige Variable: kann alle Werte in einem Bereich beliebig genau annehmen (etwa die Zeit, die Kunden in einem Geschäft verweilen). Diskrete Variable: kann nur bestimmte Werte in einem Bereich annehmen (etwa Anzahl von Kunden in einem Geschäft)
Varianz
[Variance] Streuungsmass ab Intervallskalenniveau. Definiert als die Summe der quadrierten Abweichung aller Werte vom Mittelwert
Varianzanalyse (ANOVA)
[Analysis of Variance] Verfahren zur Bestimmung der Signifikanz von Unterschieden zwischen nominalen Gruppen bei mindestens intervallskalierten abhängigen Variablen. Dabei wird die Varianz zwischen den Gruppen mit der Varianz innerhalb der Gruppen verglichen. Univariate V.: eine abhängige Variable Multivariate V.: mehrere abhängige Variablen. Multifaktorielle V.: mehrere Variablen zur Abgrenzung von Gruppen
Varimax Rotation
[Varimax Rotation] Orthogonales Rotationsverfahren der Faktorenanalyse. Hier wird die Anfangslösung von Faktoren so gedreht, dass möglichst eine Einfachstruktur entsteht. Die resultierenden Faktoren sind immer untereinander unkorreliert. (Abgrenzung zu Promax Rotation, die korrelierte Faktoren zulässt)
Verhältnisskala
[Ratio Scale] Auch Ratioskala genannt. Einheiten dieser Skalen haben eine Rangordnung mit gleichen Abständen und einen sinnvollen Nullpunkt (z.B. Einkommen). Bei diesen Skalen gilt dann z.B. die Aussage 2000 Euro ist doppelt so viel wie 1000 Euro.
Vorhersagevalidität
[Predictive Validity] Kriteriumsvalidität, bei der das Kriterium zeitlich erheblich später als der Prädiktor erhoben wird.
Wahrscheinlichkeit
[Probability] Relative Häufigkeit mit dem ein Ereignis eintritt. Kann zwischen 0 (0%) und 1 (100%) liegen.
Wechselwirkung
[Interaction] Auch Interaktionseffekt. Interaktion zwischen zwei Variablen.
z Wert
[Z Score] Mass der Entfernung eines Wertes vom Mittelwert in Standardabweichungen.
Zufallsfehler
[Random Error] Unsystematischer Fehler. Im engen Sinne, der Fehler der durch die Schätzung eines Populationsparameters aus einer Stichprobe entsteht. Im weiteren Sinne auch alle zufallsähnlichen Messfehler.
Zufällig
[Random] Eigenschaft von Wertereihen (z.B. für Entscheidungen bei der Zuteilung zu Versuchsgruppen): Zwischen den Ausprägungen lässt sich keine Gesetzmässigkeit finden. Dies bedeutet für Zufallsstichproben, dass aus keinem Teil der Stichprobe, die Zusammensetzung eines anderen Teils gefolgert werden kann.
Zuverlässigkeit
[Reliability] Ein anderer Begriff für Reliabilität.