Vor allem zwei große Marktforschungskonzerne prägen die Landschaft in Deutschland: Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und TNS-Infratest.
Beide sollen hier kurz in ihrer Entwicklungsgeschichte dargestellt werden.
Zunächst ein Video zu TNS-Infratest.
|
Dr. Raimund Wildner – Geschäftsführer GfK e.V.
|
|
„Die Zukunft der GfK hat trotz ihrer mehr als 70 Jahre gerade erst
begonnen.
Wir sind an die Börse gegangen und das hat uns viel Geld
eingebracht und mit diesem Geld haben wir expandiert – zunächst vor
allem in den USA, jetzt auch in Asien und Lateinamerika.
Ich denke,
dass wir in den letzten 15 Jahren einfach die richtige Strategie hatten
und dadurch auch erfolgreich expandieren konnten.“
|
Die folgende Abbildung zeigt die wichtigsten Meilensteine der Unternehmensentwicklung der GfK im Überblick.

Abbildung: GfK-Meilensteine
Nach der Gründung veröffentlicht die GfK bis Kriegsende insgesamt 71 Studien zu den verschiedensten Themen wie kunstseidene Damenstrümpfe, Arzneimittel, Motorenöle oder zusätzliche Vitaminnahrung von Schwerarbeitern. 1968 begann durch die Eröffnung der ersten Tochterfirma außerhalb Deutschlands die Internationalisierung der GfK. Dieser Internationalisierungstrend setzt sich über die Jahre fort, sodass das Unternehmen 1986 bereits sechs eigene Tochterinstitute in Europa (Belgien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Österreich und Schweden) unterhält. Im Jahr 1990 gründet die GfK das erste westliche Institut in Polen. Es folgten die GfK Praha bzw. Slovakia und eine Repräsentanz in Moskau. Bis zum Börsengang 1999 war die GfK bereits weltweit in 37 Ländern vertreten. Mit Wirksamkeit zum 1. Juni 2005 erwarb die GfK die weltweite Nummer 9 der Marktforschungsunternehmen: NOP World. Sie umfasst 47 Gesellschaften mit über 1.500 Mitarbeitern.
Diese Erfolgsgeschichte spiegelt sich auch im Wachstum der Mitarbeiterzahlen und Umsätze wider.

Abbildung: Umsatzentwicklung der GfK 1986 – 2006 in Mio. € (GfK, 2007)
In den letzten zwanzig Jahren sind die Umsätze der GfK kontinuierlich gewachsen. Betrug ihr Umsatz 1986 noch 81,8 Millionen Euro ist er im Jahr 2006 auf 1.112,2 Millionen Euro angestiegen. Das Umsatzwachstum für das Jahr 2006 liegt bei knapp 16%.
Neben den jährlichen Umsatzzuwächsen sind ebenfalls stetig ansteigende Mitarbeiterzahlen zu beobachten. Vergleicht man die späten 80er Jahre mit den heutigen Mitarbeiterzahlen, so haben sie sich mehr als vervierfacht. Der starke Anstieg der Mitarbeiterzahlen vom Jahr 2004 auf 2005 ist mit der Übernahme der NOP World zu erklären, die aus 47 Gesellschaften mit über 1.500 Mitarbeiter besteht.

Abbildung: Entwicklung derMitarbeiterzahlen der GfK(GfK, 2007)