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12. Marktforschungsvolumen nach Befragungsmedium |
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Dr. Raimund Wildner – Geschäftsführer GfK e.V.
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| „Der Trend hin zu Onlinebefragungen und weg von persönlichen Interviews
ist durch drei Gründe zu erklären. Zum einen Kosten: denn
Onlineforschung ist relativ preiswert. Sie müssen nicht telefonieren
und benötigen keine Interviewer, die persönlich zu hause vorbei kommen.
Zweites hat man bei Onlinebefragungen relativ viele Möglichkeiten. Es
können Bilder vorgelegt und Töne abgespielt werden. Wenn sich das
Breitbandinternet mehr durchsetzt, können auch in naher Zukunft
multimediale Inhalte verwendet werden wie z.B. das Vorführen kleiner
Filme. Das Dritte ist, dass die Online-Penetration sehr stark zunimmt.
Es wird immer leichter für bestimmte Zielgruppen repräsentative
Stichproben online zu erreichen. Da jedoch nicht alle Zielgruppen
erreicht werden können, finden nach wie vor eine Reihe telefonischer
und persönlicher Umfragen statt. Online-Marktforschung ist daher
unbedingt als Trend zu bezeichnen, der in den nächsten Jahren weiter
zunehmen wird. Wir sind derzeit bei weitaus über 60%
Online-Penetration. Wenn wir bei 75- 80% sind, dann wird fast alles
online sein. In den USA ist online heute schon wichtiger als Telefon.“
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Quantitative Primärdaten haben mit einem Umsatzanteil von 92% einen sehr großen Stellenwert für die Marktforschungsinstitute. Nun soll einerseits gezeigt werden mit welchen Befragungsarten (persönlich,
schriftlich, telefonisch, online) diese Anteile erzielt werden und andererseits wie sich quantitative Interviews nach Befragungsart in den letzten 10 Jahren entwickelt haben.
Knapp die Hälfte aller persönlichen Interviews werden telefonisch und nur noch ein viertel Face-to-Face geführt. Der Anteil persönlicher Befragungen ist wegen technischer Entwicklungen und Kosten rückläufig,
während ein starker Trend hin zu Onlinebefragungen zu erkennen ist. Jede 5. quantitative Befragung wird bereits über das Internet geführt. Schriftliche Interviews auf Papierbögen (Paper-Pencil)
verschwinden zusehends.

Abbildung: Quantitative Interviews nach Befragungsart 1996 - 2006 in Deutschland (vgl. ADM, 2007, S. 16)
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