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6. Handelspanels: Hintergrund E-Mail

Der Amerikaner A.C. Nielsen entwickelte (1933) das erste klassische Handelspanel. Im zeitlichen Wandel und wegen veränderten Marktgegebenheiten entwickelten sich das Handelspanel in seiner heutigen Form, bei dem man zwischen Food und Non-Food Panels unterscheidet. Innerhalb der Marktforschungsinstitute sind Panel heute sehr weit diversifiziert, um einem breiteren Spektrum an Fragen nachgehen zu können. Handelspanels werden in Deutschland in erster Linie von der GfK und A.C. Nielsen durchgeführt.

 

Im Food Panel werden alle Warengruppen der Verbrauchgüterindustrie ausgewertet – die sogenannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG).
Mit Non-Food Panels werden Untersuchungen zu langlebigen Gebrauchsgüter durchgeführt. Ihre Umschlaggeschwindigkeit ist im Vergleich zu den Verbrauchsgütern gering. Der Zeitraum zwischen Erst- und Wiederkauf kann z.B. bei Stereoanlagen oftmals mehrere Jahre betragen, während sie beim Food-Panel bei einem Tag liegen können (so z.B. für Brot, Kaugummi etc.) (vgl. Günther, Vossebein & Wildner, 2006, S.79).

 

Das Handelspanel besteht aus Absatzmittlern (Absatzmittler sind rechtlich und wirtschaftlich selbständige Absatzorgane also Groß- und Einzelhandel, die im Absatzkanal zwischen Hersteller und Endabnehmer bzw. Konsument zwischengeschaltet sind.). Handelspanel messen schwerpunktmäßig Abverkäufe in den unterschiedlichen Absatzkanälen. Wie beim Verbraucherpanel liegt ein besonderer Vorzug in der dynamischen Betrachtung – also der Verfolgung von Veränderung und Entwicklungen im Zeitablauf. Handelspanel ermöglichen deshalb einerseits der (Marken-)Industrie ihre Verteilungskanäle (= Distribution) zu beobachten und andererseits dem Handel seine eigenen Leistungen mit denen anderer Händler zu vergleichen (Benchmarking) und sich am Wettbewerber zu messen (vgl. Berekoven, Eckert & Ellenrieder, 2006, S.139). Zentrale Informationen aus Handelspanels beziehen sich also darauf, wo welche Waren verkauft werden und wie die Waren und Dienstleistungen des eigenen Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerber aussehen. Meinungen und Wünsche der Händler sind im Handelspanel weniger gefragt (vgl. Hüttner & Schwarting, 2002, S.185).

 
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