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Während die Firma A.C. Nielsen die Erfindung des Handelspanels für sich beanspruchen kann, so gelten die GfK und TNS Infratest (G+I) als die Pioniere des Verbraucherpanels. Das größte und bedeutendste Verbraucherpanel ist das GfK-Haushaltspanel mit bis zu 20.000 teilnehmenden Haushalten. A.C. Nielsen betreibt ein Haushaltspanel mit ca. 9.500 Haushalten (vgl. Günther, Vossebein & Wildner, 2006, S.32).
Das Verbraucherpanel existiert in zwei verschiedenen Formen und gliedert sich in Haushaltspanels und Individualpanels auf. Der Kreis der Auskunftspersonen sind Endverbraucher. Die zentrale Fragestellung bezieht sich meist darauf, welcher Konsument bzw. Personenkreis welche Güter kauft.
Bei Individualpanels tritt jedes einzelne Haushaltsmitglieder selbst als Käufer auf (und nicht der Haushalt als Gesamtheit). Artikel wie beispielsweise Kosmetik werden von einer Person allein gekauft und konsumiert. Derzeit betreibt in Deutschland nur die GfK ein Individualpanel (vgl. Günther, Vossebein & Wildner, 2006, S.18).
Bei Haushaltspanels unterscheidet man nach Untersuchungen für Ver- und Gebrauchsgüter. Bei Verbrauchsgütern ist der Abfragerhythmus relativ kurz (üblich: 1 Woche), während die Abfragen beim Gebrauchsgüterpanel in größeren Intervallen erfolgen.
Haushaltspanels zeichnen sich durch einen hohen familiären Nutzungsgrad aus und eignen sich also insbesondere dann, wenn Waren gemeinsam vom Haushalt verbraucht werden wie z.B. Lebensmittel. Generell kann man also sagen, dass Haushaltspanels das Einkaufsverhaltens der privaten Haushalte in einem breiten Spektrum von Warengruppen erfassen können.
Der Nutzen von Verbraucherpanels bemisst sich an den Informationen, die damit gewonnen werden können. Die nachfolgende Abbildung gibt einen Gesamtüberblick über die wichtigsten Auswertungsmöglichkeiten im Verbraucherpanel.

Abbildung: Auswertungsmöglichkeiten im Verbraucherpanel (vgl. Berekoven, Eckert & Ellenrieder, 2006, S. 137)
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