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Marktforschung

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Begriff Definition
Ad-hoc Studie
Einmalige Untersuchung zu einer bestimmten Fragestellung.
ADM
Der ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. ist die Interessenvertretung der privatwirtschaftlich organisierten Markt- und Sozialforschungsinstitute in Deutschland.
Affektive Komponente
[Affective/Liking Component] Bereich von Einstellungen, der den emotionalen Bereich und die Gefühle beinhaltet.
Aided Recall
Gestützte Erinnerung. Versuch, Gedächtnisinhalte durch die Vorgabe von Hinweisreizen abzurufen.
Aktionsforschung
[Action Research] Auch teilnehmende Beobachtung. Methode der psychologischen Datenerhebung, bei der sich der Versuchsleiter selbst im untersuchten System oder der untersuchten Gruppe befindet.
Akzeptanz
[Acceptance] Gütekriterium eines Verfahrens oder Instrumentes, das die Bereitschaft zur Mitwirkung bei den Zielpersonen beschreibt.
Analyse von Verhaltensergebnissen
Methode der psychologischen Datenerhebung, bei der Spuren von vergangenem Verhalten ausgewertet werden (z.B. die Abnutzung des Fussbodens in Geschäften oder Emailkontakte).
Ankereffekt
[Anchoring] Vorherige Information oder Aussagen zu vorangehenden Fragen beeinflussen die Antworten bei folgenden Fragen. Sie dienen als Anker von denen sich die Befragten nicht mehr so weit entfernen, wie sie es ohne die vorherige Frage/Information getan hätten.
Antworttendenzen
[Response Style] Die Tendenz von Versuchspersonen, unabhängig vom Frageinhalt immer das gleich Antwortmuster zu zeigen (z.B. Tendenz zur Mittelkategorie, Tendenz zur Extremen, etc.)
Antwortverweigerung
[Refusal] Absichtlich verweigerte fehlende Angaben zu Fragen in Untersuchungen. Häufig begründet in der Akzeptanz und Fähigkeit der Untersuchungsteilnehmer oder der Länge des Testinstrumentes.
Artefakt
[(Measurement) Artefact] Ergebnis, das durch methodische Fehler zustandegekommen ist. Das Ergebnis ist quasi künstlich (artfiziell) erzeugt worden.
Assoziatives Verfahren
[Association] Äusserungen von Gedanken werden ausgewertet. Selten frei eingesetzt, meist wird ein Reiz vorgegeben.
Attribut
[Attribute] Eigenschaft eines Objekts oder einer Person
Augenscheinvalidität
[Face Validity, Consensus Validity]. Argumentation für die Gültigkeit einer Messung anhand der subjektiven Plausibilität.
Ausfallquote
[Drop Out] Anteil von Personen an einer Bruttostichprobe, die in der Stichprobe nicht ausgewertet werden können (z.B. weil sie nicht teilnehmen oder falsch antworten).
Ausschöpfungsquote
[Response Rate] Anteil der Personen an einer Bruttostichprobe, die ausgewertet werden können.
Auswahl aufs Geratewohl
[Convenience Sampling] Verfahren der Stichprobenerhebung, bei dem Elemente willkürlich ausgewählt werden, weil sie gerade verfügbar sind. Zum Beispiel werden Studenten, die einem gerade über den Weg laufen, befragt oder persönliche Kontakte genutzt (Freunde, Kollegen).
Auswahlbasis
[Sample Frame] Menge an Einheiten aus denen eine Stichprobe gezogen wird. Die Auswahlbasis sollte möglichst der Grundgesamtheit entsprechen, für die eine Stichprobe gelten soll.
Auswertungsfehler
[Data Analysis Error] Fehler, der bei der Aufbereitung und Analyse der Daten auftritt.
Averaging
Gedächtnisfehler, der eine Tendenz zum Gewöhnlichen und Normalen bewirkt.
Baseline
Ausprägung einer Variablen vor der Manipulation, bzw. experimentellen Intervention.
Befragung
[Survey] Methode der psychologischen Datenerhebung, bei der die Versuchsteilnehmer Aussagen treffen. Direkt (mündlich) oder indirekt (schriftlich) unter Anwesenheit des Interviewers (Face to Face) oder in seiner Abwesenheit (z.B. per Telefon, Internet)
Behavior recording device
Gerät zur automatisierten Aufzeichnung von Verhalten (z.B. Kameras zur Verkehrszählung)
Benchmark
[Benchmark] Vergleichswert(e) für ein Merkmal (z.B. die Kundenzufriedenheit bei einem Wettbewerber).
Benefit segmentation
Segmentierungsstudien, die auf dem Nutzen basieren, den Personen in bestimmten Produkten oder Dienstleistungen sehen.
Beobachtung
[Observation] Auch Verhaltensbeobachtung. Verfahren zur Erhebung on Daten in der Wirtschaftspsychologie und Marktforschung. Weitere Verfahren sind die Befragung und die Analyse von Verhaltensergebnissen (Umsatzzahlen, Scannerdaten etc.).
Beobachtungseffekt
[Observer Effect] Verhaltensveränderung aufgrund der Kenntnis der Beobachtung durch Dritte. Kann durch vollbiotische Untersuchungen mit verdeckter Beobachtung vermieden werden.
Black Box
[Black Box] Bezeichnung für psychologische Prozesse im Behaviorismus. Da man die kognitiven Prozesse nicht direkt beobachten konnte, sprach man von Black Box - und lehnte im Behaviorismus die Untersuchung ab.
Blindtest
[Single-Blind Test, Blind Use Test] Die Untersuchungsteilnehmer wissen nicht, welche Marke die vorgegebenen Reize (z.B. Getränke) haben. Beim Doppelblindtest wissen dies auch die durchführenden Versuchsleiter nicht.
Blog
[Blog] Ein im Internet geführtes Tagebuch, dessen Name sich aus den Begriffen Web und Logbuch ableiten lässt.
Bruttostichprobe
Gesamtzahl der Personen, die für eine Untersuchung festgelegt werden.
CAPI
Computer-Assisted-Personal-Interview, Verfahren, bei dem Interviews Face-to-Face mit Computerunterstützung (z.B. Fragevorgaben) durchgeführt werden. Alle Fragen erscheinen auf dem Bildschirm und die Antworten werden meist direkt über eine Tastatur oder einen Touchscreen eingegeben und später oder in Echtzeit auf den Server des Institutes überspielt.
CATI
Computer-Assisted-Telephone-Interview, Verfahren, bei dem Telefoninterviews mit Computerunterstützung (z.B. Fragevorgaben) durchgeführt werden.
CII
Computer-Interactive-Interview. Der Teilnehmer interagiert direkt mit dem Computer (z.B. bei einer Onlinebefragung).
Continuous Panel
Längsschnittstudie mit mehreren Messungen bei der gleichen (oder zumindest einer kontrollierten) Stichprobe von Personen.
Convenience Sample
[Auswahl aufs Geratewohl] Nichtrepräsentative Stichprobe. Auswahl anhand von einfacher Verfügbarkeit (z.B. Studenten, Freunde).
Data-Mining
Auswertung von Daten aus Datenbanken (etwa die Kundendaten eines Inkassounternehmens zur Vorhersage der Zahlungswahrscheinlichkeit).
Datenanalyse
[Data Analysis] Systematische Auswertung von erhobenen Werten.
Datenbank
[Data Base] Eine organisierte und strukturierte Menge an Daten.
Day-After-Recall
Die Erinnerungsleistung nach einem Zeitintervall von einem Tag.
Delphi-Methode
[Delphi Approach] Mehrere Experten werden zu einem Thema schriftlich um ihre Meinung gefragt. Sie erhalten die Texte der anderen Experten und werden gebeten, ihre Meinung zu überdenken. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis eine Anpassung der Urteile erfolgt.
demographische Daten
[Demographic Data] Daten zur Bevölkerungsstatistik von Untersuchungsteilnehmern (z.B. Alter, Geschlecht oder Bildung).
Door-to-Door Interview
Persönliches Interview, das zuhause bei den Interviewteilnehmern stattfindet.
Einstellung
[Attitude] Relativ konstante Bereitschaften auf ein bestimmtes Objekt oder Subjekt wertend zu reagieren. Meist werden affektive, kognitive und motivationale Komponente unterschieden.
Element
[Element] Kleinste Einheit einer Grundgesamtheit (Population). Bei einer Stichprobe werden z.B. Elemente (Personen) aus einer Population gezogen. Bei Elementen können Variablen gemessen werden.
Emailbefragung
Der Fragebogen wird der Auskunftsperson per E-Mail als Datei zugeschickt (z.B. als Word-Formular oder als .pdf). Der Empfänger kann die Fragen dann beantworten, die Datei speichern und sendet dann den Bogen zurück an den Absender.
emisch
[Emic] 1. kulturspezifisch (z.B. das Ergebnis eines Experimentes), 2. kulturspezifisches Paradigma der Interkulturellen Kommunikation
Empirische Forschung
[Empiric Research] Erkenntnisgewinn aufgrund von objektiven Erfahrungen.
Evaluation
[Evaluation] Auch evaluative Forschung. Kontrolle der Auswirkungen einer Intervention.
Evoked Set
Alle alternativen Angebote, die ein potentieller Kunden bei dem nächsten Kauf eines Produkts/einer Dienstleistung erwägen würde.